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Die musikalische Hölle  

Die musikalische Hölle

Eine Odyssee durch Zeit, Raum und Klang

Georg Schnittelbach, aufstrebender Stern am Komponisten- und Geigerhimmel, steht vor dem wohl wichtigsten Konzert seines Lebens. Deshalb will er vor dem alles entscheidenden Auftritt seine wertvolle Geige von Intrumentenbauer Fürst überholen lassen. Der Werkstattbesuch führt zur Konfrontation mit sich selbst: Schnittelbach verfängt sich in einem Labyrinth ungelebter Gefühle, ungeschriebener Noten und unerfüllter Träume…

»Die musikalische Hölle« bildet den 3. Teil der Theater-Trilogie über das rätselhafte Gemälde-Triptychon »Der Garten der Lüste« von Hieronymus Bosch. In einer Mischung aus Figurentheater, Schauspiel und Musik lassen Schauspieler und Puppenbauer Marc Schnittger und Regisseurin Nele Tippelmann den jungen Musiker Schnittelbach eine Odyssee durch Zeit, Raum und Klang erleben.

1. Teil: Planet Eden
2. Teil: Der Garten der Lüste
3. Teil: Die musikalische Hölle

»Die musikalische Hölle« ist eine Koproduktion von Marc Schnittger mit dem Theater Kiel (Oper) und dem Verein Bühnenwerk e.V. und wurde gefördert durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Kiel, den Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein, die Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein, die Stiftergemeinschaft der Förde Sparkasse Schleswig-Holstein, die Provinzial Nord Brandkasse Aktiengesellschaft und den Fonds Darstellende Künste e.V. aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien.

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Die klimatischen Bedingungen in der Hölle sind sicherlich unerfreulich, aber die Gesellschaft dort wäre von Interesse.
Oscar Wilde

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Schnelle Bilder und meisterhaftes Puppenspiel

Gefasst in feine, bisweilen humorige und mit Zitaten angereicherte Dialoge haben Marc Schnittger und Regisseurin Nele Tippelmann eine schnelle Bildfolge geschaffen, die zupackt. Man fühlt mit den Charakteren, fiebert mit Georg Schnittelbach (...). Zurück bleibt ein gelungenes Unbehagen und man ist froh, den Heimweg in irdischer Freiluft antreten zu dürfen.
Kieler Nachrichten, 3. September 2012

Großartiges Figurentheater von Marc Schnittger

Schnittger verwickelt die drei zentralen Figuren um den Geiger Schnittelbach, alle vier musikalische Genies, in ein verwirrendes Katz-und-Maus-Spiel, in dem jeder seine eigenen Ziele verfolgt, die er aber nie erreicht, denn es gibt keinen Ausweg aus dem Schlosslabyrinth. Interpretationen des Geschehens auf der Bühne mag jeder für sich versuchen, denn die surreale Bilderwelt bietet unendlich viele Anregungen. Bevor wir uns in entsprechenden Hirnverrenkungen ergehen, macht es viel mehr Spaß, Schnittger mit seinen Klappmaulpuppen zuzuschauen: Was für eine raffinierte Figurenführung, welch gruselige Authentizität der Stimmen! Das ist Meisterschaft auf höchstem Niveau!
Straubinger Rundschau, 18. März 2013

Die musikalische Hölle    

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Ausschnitte aus dem Stück »Die musikalische Hölle«.

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Dass Musik ein Tor zum Himmel sein kann …

… wissen die Menschen seit Jahrhunderten und dass im Himmel musiziert wird, gilt als ausgemacht. Aber was ist mit der Hölle? Es gibt ein paar eindrückliche Dies-irae-Darstellungen, die laut, aber immer noch erbaulich sind. Marc Schnittger gibt eine andere Antwort: Die musikalische Hölle ist ein Ort wie von Kafka. Vorgeblich handelt es sich um einen Instrumentenreparaturbetrieb, aber es ist ein Ort der Verzweiflung.

Vier Musiker-Komponisten, ein Jazzer, ein Neue-Musik-Setzer, ein Schnulzenkönig und ein Klassik-Erbe verlieren dort langsam Gefühl und Verstand. Der stets abwesende Instrumentenbauer Fürst scheint der Fürst der Hölle zu sein. An ihn haben sie ihre Instrumente verloren, in seinem ausweglos labyrinthischen Haus sind sie auf sich selbst und ihre Musik zurückgeworfen und gehen daran zugrunde.

Die musikalische Hölle ist wirklich ein schrecklicher Ort, aber das düstere Theaterstück, das sich damit beschäftigt, ist großartig. Vor allem, weil Marc Schnittger mit seinen großen Figuren auf der großen Opernhaus-Bühne sprachlich und puppentheatertechnisch wie immer herausragend ist und diesmal in dem Komponisten Jan-Peter Pflug einen ebenbürtigen Partner gefunden hat. Aus dem Orchestergraben steuert der Komponist selbst atmosphärische live-elektronische Klänge bei, kombiniert mit Streichtrio-Stücken von ihm und nach Händel, ebenfalls live gespielt vom Trio Sonar. (...)

Marc Schnittger setzt mit diesem Stück seine Trilogie nach dem rätselhaften Triptychon des Malers Hieronymus Bosch (1450-1516) fort (...). Die Stücke sind von Bosch inspiriert, aber keine Figurentheater-Abbildungen der Gemälde. Man muss den Bezug erst finden. Gut so, findet CGB.

Christoph Gockel-Böhner / Kulturamt Paderborn, 8. Oktober 2012

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Inszenierungsstab

Regie: Nele Tippelmann
Text | Bühne | Puppen: Marc Schnittger
Musik: Jan-Peter Pflug, Georg Friedrich Händel
Musiker: Trio Sonar (Lisa Lammel: Violine, Daniel Sorour: Violoncello, Nora Rennau: Bratsche) und Jan-Peter Pflug (Live-Elektronik)
Spiel: Marc Schnittger, Arne Bustorff, Stephan Tresp
Technik Tournee: Jörg Lippmann, Michael Kern

Technische Leitung: Klaus Buchholz
Licht: Martin Witzel
Ton: Manfred Bamberg
Tischlerei: Michael Schulz, Sören Römpke
Schlosserei: Manfred Seifert, Wolfgang Voigt
Malsaal: Rainer Kühn, Friederike von Hammerstein
Schneiderei: Kathrin Burget
Maske: Helmut Steiger
Polsterei: Waldemar Kurtz
Ausstattungsassistenz: Arne Bustorff
Requisite: Beke Tietz, Marco Scheel
Inspizienz: Marina Hewig

Dank an Daniel Karasek, Reinhard Linden und Jörn Sturm sowie an Renate Ehlers, Cordula Engelbert, Gerd Finke, Bernhard D. Fischer, Ulrich Frey, Carolin Grieger-Hamann, Peter-Michael Krohn, Gabriela Marques Ferreira und Andreas Pankratz.

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